Ich bin meine größte Blockade
Dieser Satz kam mir heute beim Autofahren. Der Regen prasselt runter auf meine Frontscheibe, ich konzenrtiere mich, um die Straße vor mir zu sehen und gleichzeitig kommt mir dieser Satz “Ich bin meine größte Blockade” – Ich stehe mir selbst am meisten im Weg.
Entweder sind es meine Gedanken, meine Ängste, meine Glaubenssätze oder den Druck den ich auf mich selbst ausübe. Wäre es nicht so frustrierend, wäre es schon wieder komisch.
Ich habe Ideen. Ich habe Träume und Ziele. Aber ich komme unglaublich schwer in die Umsetzung, denn bevor ich überhaupt den ersten Schritt gehe, mache ich mir selbst einen so starken Druck, dass ich dass doch gar nicht schaffen kann, dass ich nicht das Geld für dies und jenes habe, dass ich nicht gut genug bin und das Gedanken Karusell dreht sich unendliche male im Kreis. In mir braut sich ein Druck auf – ein zutiefst unrealistischer Druck – dass ich mich schon vor dem ersten Schritt nicht in der Lage dazu fühle, diesen ganzen Erwartungen gerecht zu werden, wohlgemerkt, meinen eigenen Erwartungen, die ich anscheind von Anfang an an mich stelle. Die Erwartung niemanden zu Enttäuschen, die Erwartung nicht von anderen verurteilt zu werden für meine Entscheidungen, Die Erwartung, dass ich mich nicht rechtfertigen möchte, und um gar nicht erst in diese Situation zu kommen, fange ich am besten gar nicht erst an. Vor mir türmt sich ein Berg an Erwartungen und Ängsten und Hindernissen und Unsicherheiten auf, dass ich es vor mir herschiebe, so lange ich kann und manchmal so lange bis die Idee verschwunden ist oder die Chance vorbeigezogen ist.
Wie gesagt ich bin mein gräßtes Problem. Und ist es nicht mit allem eigentlich so?
wann kommt man wirklich – also wirklich – an den Punkt, dass man über sein Leben nicht mehr selbstbestimmen kann? Klar passiert das Leben, während wir es planen – wie das schöne Sprichtwort so schön sagt – aber trotzdem ist es ja immer noch mein Leben und auch bei unerwarteten Ereignissen, sollte immer noch ich entscheiden, wie ich darauf reagieren möchte – Meistens ganz schön schwer.
So und jetzt?
Muss ich wohl weiter an meinen Schwächen und Ängsten arbeiten und diesen Druck, den ich mir selber mache Stein für Stein abbauen. Denn meine Träume werden nicht erfüllt, wenn ich nicht für sie losgehe und die erforderlichen Schritte dafür gehe.
Und ob mir das leicht fällt? So ganz und gar nicht. Es ist verdammt hart und vor mir her schieben tue ich es auch noch richtig oft und manchmal weiß ich auch nicht wie ich aus diesem Karusell aussteigen kann.
Vielleicht einfach Machen.
Schwer nicht leicht. Aber vielleicht kann es leichter werden mit der Zeit.

Ich bin meine größte Blockade